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samenvermehrung - StLVW

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Durch Samenvermehrung
Bestände erhalten und stärken
Carex pseudocyperus
Tamariske
Myricaria germanica
Turrachbachmündung
seit 2019
Tamarisken
erfolgreich ausgepflanzt
Tamariske
An der Enns oder auch hier an der Mur wird versucht die Tamariske wieder zu etablieren. Ehemals auf der Murinsel Triebendorf vorkommend existiert sie dort nicht mehr.
Den geeigneten Standort finden ist eine Sache. Aber steht Material zur Verfügung, wenn es gerade gebraucht wird? Wir haben es versucht, mit Material aus Gumpenstein, das übrig geblieben ist.
Danke an Bernd Krautzer!

Die ersten Versuche sind weitgehend fehlgeschlagen, die Standorte wurden weggespült. Bevor wir nun weiter aussetzten, sorgen wir für Nachwuchs.
Schlicht mal vor dem Haus in eine Schotterbett eingesetzt und zwischendurch mal gegossen wachsen die Sträucher schnell heran. Beginnen zu blühen und zu fruchten. Und das in großer Anzahl, praktischer Weise von unten nach und nach zur Triebspitze hin und das über Wochen hinweg.
Dann gleich der  Versuch und ab ins Pflanztöpfchen mit einem Gemisch aus Schotter und sandiger Erde. Gut feucht halten, und meist nach wenigen Tagen sind schon die ersten Keimlinge sichtbar.

Einst weit verbreitete Pflanzenarten sind in unserer heutigen Kulturlandschaft nicht mehr selbstverständlich. Dabei geht es regional nicht nur um höchst seltene oder stark gefährdete Arten. Der Schwund an extensiven Lebensräumen bringt es mit sich, dass Schlüsselblumen, Karthäuser-Nelken, Schlangenknöterich... auf Randvorkommen zurückgedrängt werden.
Sind Pflanzen aus einer Region mal verschwunden, ob Schlüsselblumen, Karthäuser-Nelke, Trollblumen

Karthäuser Nelke



Großen Zypergras-Segge
Als kleines Restvorkommen mit drei Horsten im östlichen, dichten Schilfgürtel des Furtner Teiches vorgefunden, konnte das hier isolierte Vorkommen im Bereich von  Gewässerrändern und periodisch gemähten Schilf-Niedermooren wesentlich ausgedehnt und somit gesichert werden. Der Bestand umfasst nunmehr bereits hunderte Pflanzen. Die Ausbreitung über Samen ist einfach durchzuführen, wenn nasse lückige Bereiche vorliegen. Auch gelegentliche frühere Schnitte schaden den bereits etablierten Pflanzen nicht. Auch der kleine Bestand der Ufer-Segge wurde durch aktives Ausbringen an den umgebenden Gewässern verbessert.
Blasen-Segge
Auch die Blasen-Segge ist hier nur an wenigen Standorten mit geringer Indivduenzahl vertreten. Auch bei dieser Art wird nun versucht gezielt über die Samenvermehrung die Bestände wieder zu stärken.


Mehlprimel
Auf dem Weg zur Ruine Steinschloss, befindet sich wenige Meter neben dem Wanderweg, ein wunderschönes kalkreiches Hang-Niedermoor mit Orchideen, Fieberklee und zahlreichen weiteren Pflanzenarten. Bis zum Jahr 2010 wuchs dort auch die Mehlprimel mit ihren lila bis purpurnen, selten auch weißen Blüten, jedoch nur mehr wenige recht kleine Exemplare.
Sie war in Vergessenheit geraten. Niemand bemerkte den leisen, aber stetigen Rückgang. Im Frühjahr 2011 kamen auch die letzten Pflänzchen nicht mehr zum Vorschein. Als Folge der Nutzungsaufgabe. Einst noch weiter verbreitet, ist dank eines Hinweises von Georg Janik noch ein Standort bekannt. Mit der Sicherung dieser Art werden wir uns in den nächsten Jahren noch eingehend befassen.
Vor allem ältere Menschen erinnern sich, angesprochen auf die hübsche Pflanze, noch an zahlreiche Vorkommen in so mancher Feuchtwiese. „Ochsnäugl“ wird sie im Lungau genannt, als „Heaschäugala“ sind sie in St. Martin am Grimming bekannt (G. Smola 1958). Bei uns ist, wie in Erfahrung gebracht werden konnte, auch die Bezeichnung „Moosäugal“ gebräuchlich.
Während andere, ehemalige Standorte derart verändert wurden (Intensivierung, Entwässerung, Verbrachung und Verbuschunng in Folge Nutzungsaufgabe), sind die Bedingungen hier auf einer Weidefläche noch gut. Zum Keimen und Wachsen benötigt die Mehlprimel bestimmte Voraussetzungen - sie liebt viel Licht, kalkreiches / basenreiches Wasser und wenig Stickstoff im Boden. Sie wächst im Bereich von Quellmooren, mageren Wiesen und Rasen und Niedermooorwiesen. Die Mehlprimel ist eine so genannte Zielart – wenn die Mehlprimel gedeiht, sichert das auch zahlreichen weiteren Arten das Überleben.
G. Smola 1958: Volkstümliche Pflanzennamen der Steiermark, MittZoolBotJoan_H07-08_1958_0021-0080.

Samenmix für Insekten
Relativ eofach vermehrbar über Samen und Jungpflanzen sind Karthäuser-Nelke, Skabiosen, Malven, Steinklee oder Natternkopf, Acker-Kratzdistel und Wilde Karde.
Als Ersatz für Budleija kann der Gemeine Wasserdost dienen.

Allesamt gemeinsam - es sind Insektenmagneten






Anschrift

Steirische Landesvogelschutzwarte
Stadlob 215 - 8820 Neumarkt in der Steiermark
0676 86641361   
peter.hochleitner@stmk.gv.at



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